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May 18 2010

Bitte keine weiteren Rettungsaktionen – schon gar nicht beim EURO!

Die Macht der Politik scheint keine Grenzen mehr zu haben: Erst wird das Klima gerettet, dann die Banken nun der EURO. Warum beschleicht einen der Verdacht, dass alle diese Rettungsprojekte nur unendliche Geldvernichtungsaktionen sind, an denen sich einige wenige unendlich bereichern?
Bei Einführung des EURO im Jahr 1999 hatten wir einen Wechselkurs von 1,18 zum USD Dollar der im Oktober 2000 bis auf 0,83 fiel. Angestrebt war damals eine Parität von 1 : 1.

Zwischenzeitlich sahen wir auch Kurse bis zu 1,60. Dies machte zwar in USD notierende Rohstoffpreise für Europa relativ günstig – allerdings bemerkte der Konsument nichts davon. Dafür sorgten schon die diversen Abgaben und Steuern die die Staaten hier kassieren ( 70 % und mehr sind eher die Norm, als die Ausnahme).

Innerhalb der EURO Zone bemerkt man von diversen Volatilitäten genau gar nichts. Und immerhin gehen über 70 % unserer Exporte in die EU, über 50 % in den EURO Raum! Selbst Exportweltmeister Deutschland lieferte im Jänner 2010 nur 36 % seiner Güter in Drittländer.

Manche haben es aufgrund ihres Alters nicht mehr erlebt, bei anderen scheint das Langzeitgedächtnis bedenkliche Störungen aufzuweisen: Wie war das doch früher innerhalb Europas? Gab es da nicht so etwas wie Abwertungen? Und zwar nicht alle 10 Jahre sondern in deutlich kürzeren Abständen von deutlich mehr Währungen. In der Zeit vor dem EURO war das Thema Kurssicherung eines der wichtigsten Themen der österreichischen Wirtschaft, da im Gegensatz zu heute große Teile davon betroffen waren! Gerade das kleine Österreich kann sich nicht genug daran erfreuen dem Euro Raum anzugehören. Man stelle sich einmal vor, wie es dem zarten Schilling heute ergehen würde, wenn schon angeblich der mächtige EURO so schwer hat, sich auf den Weltmärkten zu behaupten!

Bleibt also nur noch der Anteil des Exports, der tatsächlich außerhalb der EURO Zone getätigt wird. Dieser Teil ist noch immer von Kursrisiken betroffen. Aber sollte sich genau dieser Teil nicht unendlich über einen sinkenden Euro Kurs freuen? Die sich seit Mitte 2009 erholende Wirtschaft stagniert nun wieder. Ursache laut WIFO: Die exportgetriebene Sachgüterproduktion kam zum Stehen!

Vielleicht ist es an der Zeit endlich mit den Rettungsaktionen aufzuhören und dafür klare Regelungen für Spekulanten zu machen, wie man es in der Weltwirtschaftskrise der 30-er sehr wohl geschafft hat.

Michael Fichtinger – Landesparteiobmann LIF NÖ

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