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August 10 2010

Russland: Atomare Gefahr durch Wald- und Bodenbrände

 

Ira Shanker

Ira Shanker

Fast täglich berichtet nun ORF-Korrespondent Markus Müller Schlimmstes aus Russland. Durch die massiven Brände sind mittlerweile Atomanlagen und Atomwaffen-Forschungszentren in Gefahr.

Genährt werden die Waldbrände von Torfböden, die einen ähnlichen Heizwert wie Braunkohle erreichen. Das erschwert die Löschung. Bundeskanzerlerin Merkel hat Russland bereits vor Tagen Hilfe angeboten – die EU wartet anscheinend noch ab.  Das österreichische Aussenministerium rät von Reisen ab und empfiehlt, das Land zu verlassen.

Die Lage ist äußerst bedrohlich, da sich das Feuer Atomanlagen und Atomwaffen-Forschungszentren nähert. In 36 Regionen des Landes wurde bereits  der Ausnahmezustand ausgerufen.

June 24 2010

Ölpest: Globalisierung nutzen, Forschung intensivieren

Eine Welt ohne Öl, das wär doch was – ohne Alternativen ein massiver Einschnitt in unsere Mobilität und Lebensqualität. Oder wollen Sie morgen auf Ihr Auto und Ihre Urlaubsreise verzichten? Daher sind grüne Schlachtrufe wie „Raus aus dem Öl“, „Wenn schon Öl, dann nur Kernöl“ oder „Baustopp für Autobahnen und Schnellstraßen“ unrealistisch und lebensfern. Und die Einseitigkeit einer Monokultur ruiniert letztendlich auch das Ökosystem.

Es fehlt derzeit jegliche Diskussion auf Basis von echten Zahlen, Daten und Fakten. Anstatt dessen wollen uns die Parteien mit Wohlfühlpolitik, Emotionen und Populismus abfertigen. Unter anderem ein Grund für David JC MacKay für Wähler und Gewählte das Buch „Sustainable Energy – without the hot air“ (deutsche Übersetzung online vorhanden) zu schreiben.

BP als Verursacher des Umweltdesasters muß Verantwortung tragen

Der Unfall im Golf von Mexiko hat die Diskussion über die Endlichkeit fossiler Brennstoffe neuerlich entfacht.  Der Energiekonzern BP ist im Rahmen der verursachten Ölpest stark ins Zwielicht gekommen. Zu Recht. Es stellt sich unter anderem die Frage, ob die durchaus umfassenden Sicherheitsbestimmungen erfüllt waren, aber auch ob diese umfassend kontrolliert wurden (vom Unternehmen und den staatlichen Behörden).

Laut US-Gesetz ist BP jedenfalls verpflichtet, die Kosten für das Desaster zu tragen. Doch – wie soll man den sicher qualvollen Tod von Fischen, Vögeln und anderen Tieren bewerten? Die Wiederherstellung des Ökosystems in der alten Form wird wohl gar nicht möglich sein. „Saubermachen“ des Meeres zur langfristigen Wiederherstellung des Lebensraumes für die Tiere wird wohl die einzige Wiedergutmachung sein, die möglich ist.

Schärfere, global geltende Regeln – Intensivierung der Forschung

Im Rahmen einer globalisierten Welt sollte die EU auf die Verschärfung der Regeln und der Kontrolle der Sicherheitsbestimmungen für Tiefseebohrungen – auch in den USA –drängen.

Global geltende Regeln sollten künftig verhindern, was hier passierte: da die Bohrinsel als Schiff von den Marshall-Inseln registriert war, galten dort zum Teil deren Vorschriften. Gerade in Bezug auf Umweltfragen müssen wir künftig die Globalisierung zu unserem Vorteil nutzen!

Die EU hat aber noch eine weitere wichtige Aufgabe – nämlich die Forschungstätigkeit durch Anreize zu intensivieren. Unabhängige Forschungslabors könnten durchaus von BP und seinen Mitbewerbern finanziell mitgespeist werden. Ohne Recht auf Eingriff, aber mit Recht auf Information. Dort sollten die besten Köpfe Methoden und Technologien entwickeln, die uns vom Öl unabhängiger machen und die Sicherheitsauflagen für Tiefseebohrungen überarbeiten.

Und angesichts der Umweltzerstörung stellt sich schließlich auch die forschungsrelevante Frage nach Möglichkeiten der Regeneration des Ökosystems.

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