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September 19 2010

Landeshauptmann Pröll will Kosmetik statt Reform

Immer lautere Stimmen fordern die Abschaffung der Landtage, denn seit dem EU-Beitritt haben wir  in unserem Land eine Verwaltungsebene zu viel. Nun erfolgte die Gegenreaktion von Landeshauptmann Pröll. Er will, dass alles beim Alten bleibt – nur der Nationalrat solle verkleinert werden. Bürgernahe Arbeit könnte den Ländern übertragen werden – doch am nächsten zum Bürger ist doch die Gemeinde? Erwin Pröll will jedenfalls keine Strukturreform, sondern ein bisschen Kosmetik. 

Neuer Name für Landesschulbehörde

Weiters sollen die Landes- und Bezirksschulräte laut Pröll in „Landes-Bildungsdirektionen“ umbenannt werden. Was bleibt, sind weiterhin neun Schul-Verwaltungseinheiten auf Landesebene – weit weg vom Schulkunden (dies zum Thema Bürgernähe).

Prölls Wünsche sind aus seiner Sicht als Landeshauptmann durchaus verständlich. Er behält Macht und gibt den Menschen das Vertrauen, dass alles beim Alten bleibt. Doch sind diese Parallelstukturen in einem kleinen Land wie Österreich noch leistbar?

Eine echte Schulreform aus liberaler Sicht könnte so ausschauen: der Bund legt die Bildungsziele fest, setzt den Rahmen und kontrolliert. Landes- und Bezirkschulräte werden abgeschafft. Als starkes Gegengewicht zum Bund agieren starke Schulen mit Entscheidungskompetenz:

Uni-Misere, Baustelle Gesundheitssystem

Dem Staat fehlt an allen Ecken und Enden Geld, weil unsere Politikerinnen und Politiker seit Jahren schlecht haushalten (Anm.: Pröll und Wohnbaugelder). Anstatt sich jedoch auf die wesentlichen Aufgaben zu konzentrieren, wollen sie den Staat weiter ausbauen. Dabei drohen immer mehr Baustellen zu kollabieren.

Das Leben wird teurer, die Steuern werden steigen und doch … Reform ist out – strukturell bleibt alles beim Alten.

September 06 2010

Landeshauptleute & Parteibuch raus aus der Schule

Die Nähe zu einer politischen Partei steigert die Chance auf einen Job. Bei den Schulen geht es den Landeshauptleuten also nicht nur ums Prestige, sondern vielmehr um Macht. Und daher wollen die Landeshauptleute künftig die Anstellung aller Lehrer übernehmen. Punktesieg also für Pröll senior.

Rote und schwarze Landeshauptleute machen sich also bei sündteuren Sitzungen – genannt “Landeshauptleutekonferenz” – keine Gedanken um die Abschaffung der Landtage oder wie man unsere Kinder für den globalen Markt stärkt. Sie denken darüber nach, wie sie auch künftig Lehrerinnen und Lehrer  politisch binden.

Eine mutige Bundesregierung würde jetzt ihren ganzen Mut zusammennehmen und ohne Landeshauptleute entscheiden.

Für eine Bildungsreform hier drei liberale Eckpunkte:

August 12 2010

Bund oder Länder: wer verwaltet künftig die Lehrer?

Landeshauptmann Pröll will alle seine Lehrer und Lehrerinnen künftig selbst verwalten – logisch, da geht es um viel Macht und Geld. Bundeskanzler Pröll und sein Vize Faymann warten angeblich auf einen Vorschlag der Länderkammer – hier scheint keine Entscheidung gefallen zu sein. Doch bevor die Regierung diese Frage entscheidet, sollte eine übergeordnete bereits gefallen sein: Kommt eine Verwaltungsreform und welches Ziel sollte diese verfolgen? 

Personalentscheidungen dort, wo der Schulkunde sitzt

Bisher wurde auf Bundesebene diskutiert, die Verwaltung der Lehrer auf Bundesebene zu verschieben. Das mag zentralistisch klingen, aber Österreich ist zu klein, um sich neun Lehrerverwaltungen zu leisten. Darüber hinaus kann man dem Zentralismus entgegenwirken, indem Schuldirektorinnen und –direktoren künftig  vor Ort Personalentscheidungen treffen.

Evaluierungen durch Eltern und Schüler könnten sowohl dem direkten Vorgesetzten – also den Direktorinnen und Direktoren, als auch der zentralen Schulverwaltung ein Bild über die Zufriedenheit der “Schulkunden” liefern.

Wer die Landesregierungen im Zuge einer Verwaltungsreform abschaffen und so Kosten sparen will, würde hier klar für eine Bundesverwaltung entscheiden.

Zu diesem Thema passt auch folgender Aritikel:

Wie viel Verwaltung ist zu viel?

July 12 2010

LIF-Spitzenkandidatin Mlinar: Gesamtschule mit Leistungsgruppen bietet Chance für Talente

post-imageIm Gegensatz zu den linken Parteien geht es den Liberalen mit der Einführung der Gesamtschule nicht um Gleichmacherei, sondern um die individuelle Förderung der Kinder durch Leistungsgruppen.  In diesem Interview fordert Angelika Mlinar die bestmögliche Ausbildung für unsere Kinder, die als Erwachsene im harten Wettbewerb bestehen müssen.

Redaktion: In der Gesamtschule  sollen alle Kinder eines Jahrgangs vereint sein. Also auch jene der Sonderschule. Wollen das auch die Liberalen?

Angelika Mlinar: Gesamtschule ist für uns eine Schule der 6-14-jährigen. Beim Gesamtschulmodell geht es in erster Linie darum, die Kinder entsprechend ihren Bedürfnissen zu fördern. Dazu haben wir mit den Leistungsstufen in den Hauptschulen bereits ein gutes Konzept, das man in die Gesamtschule als Schultypus übernehmen kann. Damit können Lehrerinnen und Lehrer individuell auch auf Minder- oder Hochbegabungen eingehen.

Integration ist nicht die Idee der Gesamtschule. Das muss man im Einzelfall – also je nach Kind – gesondert diskutieren.

Redaktion: Wie sollen Lehrer mit  begabten Kindern umgehen? Diese stellen ja auch eine besondere Herausforderung dar.

Angelika Mlinar: Wir brauchen Lehrerinnen und Lehrer, die diese Begabungen erkennen und fördern. In kleineren Gruppen wird es leichter, auf die Begabung des einzelnen Kindes einzugehen. Die Förderung von Hochbegabung ist dann auch eine organisatorische Herausforderung.

Redaktion: Befürworter der Gesamtschule bringen immer wieder das Argument, dass Hochbegabte andere Kinder im Unterricht mitziehen sollen. Wie siehst Du das?

Angelika Mlinar: Der Unterricht kann definitiv nicht auf die Schülerinnen und Schüler abgewälzt werden. Das ist nicht Aufgabe der Gesamtschule, sondern bleibt Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer. Das wäre auch eine Verschwendung unserer talentierten Kinder. Nein, diese gehören gesondert gefördert.

Redaktion: Warum ist Dir das Thema Gesamtschule im Wiener Wahlkampf wichtig?

Angelika Mlinar: Als Liberale fordern wir die flächendeckende Einführung der Gesamtschule in Wien, um dann für ganz Österreich weitere Schritte planen zu können.

Redaktion: Die Lehrergewerkschaft wird über diesen Vorstoß nicht sehr erfreut sein.

Angelika Mlinar: Jede Änderung ist der Lehrergewerkschaft ein Dorn im Auge. Aber: Für die Lehrergewerkschaft steht die Gehaltsdiskussion im Zentrum. Für uns Liberale geht es um die optimale Ausbildung der Kinder, die später im Wettbewerb bestehen müssen. Das sind unterschiedliche Interessen.

Natürlich wird sich das Berufsbild der Lehrer langfristig verändern. Und mit Übergangsfristen müssen wir auch die Ausbildung und die Gehälter gleichstellen. Da brauchen wir uns auch nichts vormachen: die Kosten für das Personal werden steigen. Dafür würden wir für unsere Kinder eine bessere Ausbildungsqualität schaffen und den Output steigern.

Redaktion: Die AHS-Lehrer und große Bevölkerungsgruppen lehnen die Gesamtschule ab.

Angelika Mlinar: Tatsache ist, dass die Diskussion bislang nicht in aller Ernsthaftigkeit geführt worden ist. Der Europäische Vergleich beweist den Erfolg der Gesamtschule.

Redaktion: Ich danke für das Interview!

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