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LIF-Spitzenkandidatin Mlinar: Gesamtschule mit Leistungsgruppen bietet Chance für Talente

post-imageIm Gegensatz zu den linken Parteien geht es den Liberalen mit der Einführung der Gesamtschule nicht um Gleichmacherei, sondern um die individuelle Förderung der Kinder durch Leistungsgruppen.  In diesem Interview fordert Angelika Mlinar die bestmögliche Ausbildung für unsere Kinder, die als Erwachsene im harten Wettbewerb bestehen müssen.

Redaktion: In der Gesamtschule  sollen alle Kinder eines Jahrgangs vereint sein. Also auch jene der Sonderschule. Wollen das auch die Liberalen?

Angelika Mlinar: Gesamtschule ist für uns eine Schule der 6-14-jährigen. Beim Gesamtschulmodell geht es in erster Linie darum, die Kinder entsprechend ihren Bedürfnissen zu fördern. Dazu haben wir mit den Leistungsstufen in den Hauptschulen bereits ein gutes Konzept, das man in die Gesamtschule als Schultypus übernehmen kann. Damit können Lehrerinnen und Lehrer individuell auch auf Minder- oder Hochbegabungen eingehen.

Integration ist nicht die Idee der Gesamtschule. Das muss man im Einzelfall – also je nach Kind – gesondert diskutieren.

Redaktion: Wie sollen Lehrer mit  begabten Kindern umgehen? Diese stellen ja auch eine besondere Herausforderung dar.

Angelika Mlinar: Wir brauchen Lehrerinnen und Lehrer, die diese Begabungen erkennen und fördern. In kleineren Gruppen wird es leichter, auf die Begabung des einzelnen Kindes einzugehen. Die Förderung von Hochbegabung ist dann auch eine organisatorische Herausforderung.

Redaktion: Befürworter der Gesamtschule bringen immer wieder das Argument, dass Hochbegabte andere Kinder im Unterricht mitziehen sollen. Wie siehst Du das?

Angelika Mlinar: Der Unterricht kann definitiv nicht auf die Schülerinnen und Schüler abgewälzt werden. Das ist nicht Aufgabe der Gesamtschule, sondern bleibt Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer. Das wäre auch eine Verschwendung unserer talentierten Kinder. Nein, diese gehören gesondert gefördert.

Redaktion: Warum ist Dir das Thema Gesamtschule im Wiener Wahlkampf wichtig?

Angelika Mlinar: Als Liberale fordern wir die flächendeckende Einführung der Gesamtschule in Wien, um dann für ganz Österreich weitere Schritte planen zu können.

Redaktion: Die Lehrergewerkschaft wird über diesen Vorstoß nicht sehr erfreut sein.

Angelika Mlinar: Jede Änderung ist der Lehrergewerkschaft ein Dorn im Auge. Aber: Für die Lehrergewerkschaft steht die Gehaltsdiskussion im Zentrum. Für uns Liberale geht es um die optimale Ausbildung der Kinder, die später im Wettbewerb bestehen müssen. Das sind unterschiedliche Interessen.

Natürlich wird sich das Berufsbild der Lehrer langfristig verändern. Und mit Übergangsfristen müssen wir auch die Ausbildung und die Gehälter gleichstellen. Da brauchen wir uns auch nichts vormachen: die Kosten für das Personal werden steigen. Dafür würden wir für unsere Kinder eine bessere Ausbildungsqualität schaffen und den Output steigern.

Redaktion: Die AHS-Lehrer und große Bevölkerungsgruppen lehnen die Gesamtschule ab.

Angelika Mlinar: Tatsache ist, dass die Diskussion bislang nicht in aller Ernsthaftigkeit geführt worden ist. Der Europäische Vergleich beweist den Erfolg der Gesamtschule.

Redaktion: Ich danke für das Interview!

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