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Wirtschaftspolitik fällt bei 86% der KMUs durch

Die Wirtschaftskrise hat den Markt stark durchgebeutelt. Viele Unternehmen mussten sich mit unterschiedlichen Maßnahmen gegen Auftragsausfälle bis zu 80%  stemmen. Die heimische Politik reagierte mit Uralt-Rezepten, die uns nun Steuererhöhungen bescheren werden und wohl nicht dazu geeignet sind, die Wirtschaft zu stärken.

Was hat die österreichische Bundesregierung bewirkt

Politik und Medien haben uns die Wirtschaftskrise kaum spüren lassen. Hin und wieder ging ein Großbetrieb in Konkurs, was tausende  Arbeitslose nach sich zog. Aber Bankenpaket, Abwrackprämie, Stiftungen, Kurzarbeit und AMS-Schulungsmaßnahmen haben das Schlimmste verhindert, was Österreich passieren könnte – nämlich eine öffentliche Diskussionen über Probleme und Lösungen.

Die Krise wurde nicht dazu genutzt, zu verändern und langfristig Chancen wahrzunehmen. Als brave gelernte Österreicherinnen und Österreicher nehmen wir das hin und wissen, daß wir es ohnehin nicht ändern können.

Doch völlig steuerbar ist Österreich auch nicht. Kritische, mündige Geister gibt es immer wieder und so zeigen nun die klein- und mittelständischen Unternehmen in einer partei- und interessensunabhängigen Studie (Link zuhttp://www.uik-austria.at/fileadmin/grafiken/pdfs/KMU_Studie_zum_Turnaround.pdf) ihre Unzufriedenheit auf: 86 Prozent der 500 befragten KMUs sind mit den wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung unzufrieden,  77% auch mit der Interessensvertretung. Letzteres ist wohl anhand der Tatsache kurz bevorstehender Wirtschaftskammerwahlen durchaus interessant.

Wirtschaftspolitik statt Stillstand

Trotz Wirtschaftskrise hat die heimische Politik keine Impulse gezeigt. Doch in solchen Situationen Bestehendes bloß zu verwalten und monatelang auf Besserung zu hoffen, ist zu wenig und unverantwortlich gegenüber allen Wählerinnen und Wählern. So eine Performance kann sich auch keine Unternehmerin und kein Unternehmer leisten, denn am Ende des Tages muss er seine Ergebnisse vor sich selbst rechtfertigen.  Eigenverantwortung pur.

Von einem verantwortlichen Politiker wären sehr wohl Antworten auf die langfristigen Perspektiven und Ziele seiner Wirtschaftspolitik gefragt. Und auch lang anstehende Maßnahmen, die die Wirtschaft ankurbeln, wie die steuerliche Entlastung der KMUs und die Senkung der Lohnnebenkosten.

Ein innovativer Standort braucht auch dringend risikofreudige Investoren – Österreich hat aber jahrelang das Risiko für Investoren verstaatlicht und die Chance privatisiert.  Ein weiterer staatlicher Eingriff, der manche Unternehmen bevorzugt, den Wettbewerb verzerrt und auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler geht.

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Schweinderl